Aktuelles

13. September 2018

Energiestrategie ohne WKK bleibt Strom-Importstrategie

Die Schweizer Stromversorgung im Winter ist alles andere als sicher – die Stromimporte sind gefährdet. Deshalb ist dezentrale Wärmekraftkopplung (WKK) eine gute Strategie zur Deckung der Stromlücke im Winter. Umso mehr, als immer mehr erneuerbares Gas eingesetzt wird. Darüber waren sich alle Referenten am WKK-Forum Ende Juni in Ittigen einig. Einigkeit auch bei den beiden WKK-Verbänden V3E und WKK-Fachverband: Sie schliessen sich zu einem Verband zusammen.

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Quelle: HK-Gebäudetechnik 8/18

3. September 2018

Neues BHKW für Biogas-Verwerter im Tessin

Ein Biogas-Verwerter im Tessin hat sich Ende 2017 entschieden das bestehende Blockheizkraftwerk (BHKW) durch ein neues BHKW mit höherer Leistung zu ersetzten. Die Biogasanlage verarbeitet organische Abfälle wie Speisereste, Abfälle aus der Nahrungsmittelproduktion und der Landwirtschaft. Das in der Nassvergärung erzeugte Biogas wird in einem Gasmotor genutzt und daraus erneuerbare Wärme und Strom gewonnen. Ausschlaggebend für die Leistungssteigerung war, dass bei dem seit 2011 in Betrieb bestehenden Motor mit 60`000 Betriebsstunden eine grosse Revision anstand. Ebenfalls entscheidend auf den Zeitpunkt der Modernisierung war die Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Mit Inkrafttreten des revidierten Energiegesetzes per 1. Januar 2018 wird das bis anhin bekannte System der kostendeckenden Einspeisevergütung in ein kostenorientiertes Einspeisevergütungssystem mit Direktvermarktung umgewandelt. Das Projekt wurde, durch die Einhaltung der Übergangsfristen, noch nach dem System der KEV realisiert.

Das neue BHKW-Modul Typ Jenbacher JMS 312 hat eine elektrische Leistung von rund 500 kW und eine thermische Leistung von 540 kW. Der Gasmotor ist in einem Container eingebaut, welcher über einen getrennten Motor- und Schaltraum verfügt. An der Aussenseite ist die komplette Gasaufbereitung inklusive Trocknung und Aktivkohlenfilter für die Entschwefelung des Gases angebaut. Auf dem Dach der Anlage ist die Abgasnachbehandlung zur Reduzierung von Sickoxiden und Kohlenmonoxiden, sowie der Abgaswärmetauscher und der Schalldämpfer mit Kamin aufgebaut. Durch eine stärkere Isolation des Containers und einem auf die Anlage abgestimmten Schalldämpfer sind auch die Geräuschemissionen deutlich reduziert worden. Die neue BHKW-Anlage ging diesen Sommer erfolgreich in Betrieb.

Quelle: IWK intern

20. August 2018

Revolutionäre Holzvergasungstechnologie

IWK ist seit 2017 der Schweizer Partner von Syncraft GmbH aus Innsbruck, welche die Holzvergasungstechnologie revolutioniert mit einem einzigartigen Schwebefestbettverfahren. Die Produkte von Syncraft werden bereits in Österreich, Italien und Japan erfolgreich eingesetzt. Die Holzgaskraftwerke sind sehr flexibel und man kann auch forstliche Restfraktionen wie Waldhackgut oder Sägenebenprodukte einsetzen. Dabei ist die Technologie tolerant bei Steinen und Nägeln. Ermöglicht wird dies durch die innovative Schwebefestbetttechnologie, welche höchste Wirkungsgrade bei maximaler Rohstoffflexibilität erlaubt und wirtschaftliche Vorteile für den Betreiber bringt. Die Holzvergasung ist eine sinnvolle und nachhaltige Energiealternative und entspricht der Energiestrategie 2050. Ein Drittel der Gesamtfläche der Schweiz besteht aus Wald.

Link:  http://syncraft.at/index.php/de/menu-products/menu-holzgaskraftwerk

13. August 2018

BHKW-Modul nach Kundenbedürfnissen

In Langenthal bei Bern durfte die IWK ein neues BHKW-Modul für ein Biomassekraftwerk liefern, welches seit Mai 2018 erfolgreich in Betrieb ist. Die Ersatz-BHKW-Anlage wurde mit dem Kunden geplant und nach ihren Bedürfnissen ausgelegt. So entstand eine kompakte Lösung mit einem 9 m Container für das BHKW mit rund 100 kW elektrischer Leistung. Die gesamte Gasaufbereitung sowie Kühlung konnte auf und neben dem Container installiert werden. Beim Design der Anlage wurde speziell darauf geachtet, dass die Zugänglichkeit der Peripherie gewährleistet ist, um Wartungseinsätze so effizient und komfortabel wie möglich zu gestalten. Es freut uns sehr, dass die IWK hier eine bedarfsgerechte BHKW-Anlage für den Kunden realisieren konnte. 

KranContainer

Quelle: IWK Intern

6. August 2018

V3E: Energiestrategie ohne WKK – eine Importstrategie

Wärmekraftkopplungsanlagen (WKK) fristen gemäss der aktuellen Statistik des Bundesamts für Energie (BFE) ein Nischendasein. Per Ende 2016 stammten nur gerade drei Prozent der Schweizer Stromproduktion aus WKK-Anlagen. „Wenn sich das nicht ändert, dann wird aus der Energiestrategie eine Importstrategie“, mahnte Daniel Dillier, Präsident des Verbands Effiziente Energie Erzeugung (V3E), am diesjährigen WKK-Forum. Dillier betonte, dass WKK-Anlagen vor allem im Winter innert kürzester Zeit angefahren und Strom produzieren könnten. Aufgrund des beschlossenen Atomausstiegs und der dadurch grösser werdenden Winterstromlücke sei die Technologie folglich unverzichtbar für die Versorgungssicherheit. Seine Forderung nach erhöhter Winterstromproduktion sah Dillier dabei auch durch die Eidgenössische Elektrizitätskommission bestätigt. Diese hatte jüngst empfohlen, dass die Schweiz einen „substanziellen Teil der Winterproduktion“ im eigenen Land produzieren soll.

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Quelle: energate messenger/25.06.18/mg

16. Juli 2018

Stromversorgungssicherheit: Zubau Winterproduktion im Inland erforderlich

Stromversorgungssicherheit der Schweiz 2018

Bericht der ElCom (Eidgenössische Elektrizitätskommission)

Für die lange Frist empfiehlt die Elcom zudem in Hinblick auf die geplante Stilllegung der Schweizer Kernkraftwerke, dass ein „substantieller Teil“ der wegfallenden Winterproduktion dieser Werke im Inland kompensiert werde.

Dies ist den Schlussfolgerungen der Elcom aus ihren Ende Mai 2018 veröffentlichten Bericht zu entnehmen:

«Die ElCom ist der Auffassung, dass die hohe Versorgungssicherheit in der Schweiz eine wichtige Grundvoraussetzung unserer Lebensqualität darstellt und in erheblichem Masse dazu beiträgt, die Schweiz als attraktiven Wirtschaftsstandort hochzuhalten. Diese Qualität darf langfristig nicht einzig auf der Option «Stromimport» basieren, da dieser nicht garantiert ist.

  • Die Projektfortschritte beim Ausbau des Übertragungsnetzes, insbesondere bei den Projekten, die für die Versorgungssicherheit höchst relevant sind, werden von der ElCom weiterhin nahe begleitet.
  • Die Auswirkungen der Umsetzung des 3. Energiepakets der EU sowie der Strategie Stromnetze auf den nationalen Ausbau des Übertragungsnetzes sowie auf die Versorgungssicherheit der Schweiz werden von der ElCom weiterhin kritisch beobachtet.
  • Sollte sich die Importabhängigkeit der Schweiz in den Winterhalbjahren durch Stilllegungen von Kernkraftwerken merklich verändern (erhöhen), ist zur Gewährleistung der Systemstabilität dafür zu sorgen, dass ein substantieller Teil der wegfallenden Winterproduktion der Kernkraftwerke weiterhin im Inland produziert wird. In diesem Zusammenhang ist auch der Fortschritt der Realisierungsziele beim Ausbau der erneuerbaren Energien zu beobachten.»

Quelle: ElCom

Bericht herunterladen (externer Link)

4. Juni 2018

ENERGIE 360° BAUT BETEILIGUNG IM BEREICH WKK AUS

Energie 360° baut ihre strategische Beteiligung im Bereich Wärme-Kraft-Kopplungsanlagen aus. Sie beteiligt sich an der Engine Power Systems Thomsen & Co. GmbH (EPS), die Projekte mit Blockheizkraftwerken entwickelt und realisiert.

«Wärme-Kraft-Kopplung birgt grosses Potenzial für die Nutzung von erneuerbaren Energien. Deshalb wollen wir diese Technologie auf unserem Weg in eine nachhaltige Energiezukunft unbedingt nutzen», sagt Jörg Wild, CEO von Energie 360°. Aus diesem Grund baut das Unternehmen seine strategischen Beteiligungen im Markt für Wärme-Kraft-Kopplungsanlagen aus: Per 1. Juli beteiligt sich Energie 360° an der Engine Power Systems Thomsen & Co. GmbH (EPS) mit Sitz in Beesten (DE). Dazu wird eine Dachgesellschaft mit dem Namen BHKW & Energie Holding GmbH gegründet, in die auch der seit 2014 von Energie 360° gehaltene Anteil an der Ravensburger Energas BHKW GmbH überführt wird. Energie 360° hält einen Anteil von 71,9% an der Dachgesellschaft. Den Preis der Beteiligung geben Energie 360° und die verkaufende Kloska Group nicht bekannt. EPS und Energas entwickeln und realisieren beide Projekte mit Blockheizkraftwerken und bieten professionelle Wartungs- und Instandsetzungsdienstleistungen für solche Anlagen an. Der Zusammenschluss der Unternehmen steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Kartellamtes.

Energieeffiziente Anlagen

Blockheizkraftwerke produzieren gleichzeitig Wärme und Strom, weshalb sie sehr energieeffizient sind. Sie gelten zudem als wichtige Brückentechnologie, um den Umbau der Wärme- und Stromversorgung in Richtung erneuerbare Energie sicherzustellen. Auch das Bundesamt für Energie befasst sich im Rahmen des Forschungsprogramms «Verbrennungsbasierte Energiesysteme» mit der Wärme-Kraft-Kopplung. Die von EPS und Energas realisierten Anlagen nutzen Biogas und Erdgas als Energieträger; zum Einsatz kommen sie vor allem im industriellen und gewerblichen Segment sowie bei landwirtschaftlichen Biogasanlagen. Bereits seit 2014 ist Energie 360° an der IWK Integrierte Wärme und Kraft AG in Seuzach/Winterthur beteiligt, die wie die beiden deutschen Unternehmen Energielösungen im Bereich Wärme-Kraft-Kopplung mit Gasmotoren anbietet. «Durch unsere Beteiligungen leisten wir einen Beitrag zur Weiterentwicklung dieser wichtigen Technologie», so Jörg Wild weiter. «Im Einklang mit der Energieplanung der Stadt Zürich machen wir Energie immer mehr erneuerbar. Deshalb partizipieren wir am Markt für Wärme-Kraft-Kopplung und beteiligen uns an innovativen Unternehmen wie EPS und Energas.»

Quelle: Medienmitteilung Energie 360°

25. Mai 2018

Innovative Gasmotoren für eine saubere Energiezukunft

Flexibilität in der Energieversorgung ist heute mehr denn je gefragt. Und genau damit punkten Gasmotoren. Deshalb werden sie auch immer häufiger eingesetzt, um einzuspringen, sobald Wind und Sonne einmal keinen Strom liefern. Das aktuellste Beispiel dafür ist das neue Gasmotoren-Heizkraftwerk in Kiel mit 20 Jenbacher 9.5 MW Gasmotoren. Dieses modernste 190 MW Kraftwerk hat eine hohe Betriebsflexibilität mit einer Startzeit von weniger als 5 Minuten bis Volllast. Alle weiteren Highlights finden Sie im Artikel:

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Quelle: E&M special vom 15. Mai 2018 

23. April 2018

WKK – UNVERZICHTBAR FÜR DIE VERSORGUNGSSICHERHEIT

Freitag, 22. Juni 2018 um 13.30 Uhr
Bundesamt für Energie, Mühlestrasse 4, 3063 Ittigen/Bern

Wärme-Kraft-Kopplung (WKK) sichert und verbindet die Gas-, Strom- und Wärmeversorgung. Sie ermöglicht die Koexistenz und die Nutzung der Flexibilität dieser systemrelevanten Infrastrukturanlagen. Dies insbesondere im Kontext mit stark fluktuierender und saisonal schwankender Stromerzeugung. WKK ist deshalb unverzichtbar für die Versorgungssicherheit und die Eigenständigkeit der Schweizer Stromversorgung. Dank zunehmendem Anteil an erneuerbarem Gas im Erdgasnetz kann die Sicherung der Energieversorgung mit WKK auch vollständig CO2-frei erfolgen.

Um Sie über aktuelle Entwicklungen und erfolgreiche Beispiele aus der Praxis zu informieren, führen wir wiederum ein WKK-Forum im bewährten Format einer Nachmittagsveranstaltung durch. Dank der Unterstützung durch das Bundesamt für Energie findet diese in deren Lokalitäten in Ittigen bei Bern statt.

Erstmals wird der Anlass gemeinsam mit dem WKK-Fachverband organisiert.

Programm

Anmeldung

7. Februar 2018

Pragmatische Koexistenz von Fernwärme und Erdgasnetz mit Sektorenkopplung

Der Sektorenkopplung der Energiesysteme wird ein grosses Potential zur Energieeinsparung, zur Aufrechterhaltung der sicheren Versorgung und zur Kosteneinsparung zugestanden. Gemeinden mit Strom-, Erdgas- und Wärmenetz werden zunehmend mit der Frage nach Optimierung konfrontiert, insbesondere auch auf Druck schwindender Margen beim Strom und zukünftig bei Gas.

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Zum Glück gibt es Städte, Unternehmen und Private die es verstanden haben nicht nur von nachhaltigen Lösungen zu reden sondern diese auch tatsächlich in der Praxis zu bauen. Sehr gute und vorbildliche Leistung der Stadt St. Gallen!

Quelle: HK-Gebäudetechnik 1/18