Aktuelles

16. November 2017

Gefahr von Blackouts nimmt zu

Die Stromnetze werden immer unsicherer. Die Netzbetreibergesellschaften in der Schweiz und Deutschland müssen häufiger eingreifen. Im Jahr 2011 musste Swissgrid zwei Mal ins Stromnetz eingreifen. 2016 waren es bereits 100 Mal mehr. In Deutschland waren es 2003 drei Eingriffe zur Stabilisierung. 2016 waren es gemäss dem deutschen Netzsimulator Gridlab über 1000 Eingriffe, damit es nicht zu schwerwiegenden Problemen wie einem Blackout kam. In Deutschland betrugen die Kosten 2016 für diese Eingriffe gemäss Aussage von Herrn Bernd Benser von Gridlab mehr als 1 Milliarde Euro. Die europäischen Stromnetze sind sehr eng miteinander verbunden und von einander abhängig. Grössere und längere Blackouts hätten katastrophale Auswirkungen auf unser vom Strom abhängigen Lebenstil.

Gemäss Swissgrid liegt der Grund für diese Probleme im Zubau von erneuerbaren Energien wie Wind und Solar sowie der Liberalisierung der Märkte. Die Stromversorgung soll nicht mehr durch einige Grosskraftwerke, sondern durch tausende dezentraler Windräder und Solardächer gewährleistet werden. Diese produzieren allerdings nicht dann Strom, wenn man ihn braucht, sondern wenn es das Wetter zulässt. Diese Produktion ist daher nicht prognostizier- und planbar.

Hinzu kommt die Zunahme von Cyberattacken auf Infrastrukturanlagen wie z.B. auf die Telekommunikation, Öffentlichen Verkehr, Industriebetriebe oder eben auf die Stromversorgung. Das Sicherheitsdesign von vielen Stromproduktions- und Übertragungssystemen ist oft relativ alt und die Modernisierung hinkt wegen den enormen Kosten hinterher. Die neuen Technologien wie Smartgrid und Smartmetering sind anfälliger auf fremde Zugriffe. Die Frage ist hier sicherlich berechtigt: Herrscht ein „unrealistischer Optimismus“ gegenüber der Gefahr von Blackouts?

Artikel Basler Zeitung herunterladen

3 Sat Sendung „Wie sicher sind unsere Netze “ anschauen

Quelle:
Artikel Basler Zeitung vom 10. November 2017
3 Sat Sendung „Wie sicher sind unsere Netze?“ vom 8. November 2017

9. November 2017

In 5 Minuten von 0 auf 190 Megawatt

Als Generalunternehmerin plant und errichtet die Alpiq Tochtergesellschaft Kraftanlagen München in modularer Bauweise eine Wärme-Kraft-Kopplung`s (WKK) Anlage mit 20 GE Jenbacher Modulen des Typ JMS 920 mit je 9.5 MW elektrischer Leistung. Das europaweit einzigartige Projekt setzt Massstäbe in Sachen Flexibilität, Effizienz und ökologischer Nachhaltigkeit. Der Standort an der Ostsee erfordert extrem flexible Technik: Wegen des hohen Anteils an Windstrom im regionalen Netz müssen Kraftwerke zukünftig in der Lage sein, innerhalb kürzester Zeit Schwankungen im Netz auszugleichen.
 
Das Kraftwerk an der Kieler Förde kann in nur fünf Minuten von 0 auf 190 Megawatt hochgefahren werden. Möglich machen das 20 Gasmotoren, die individuell regelbar sind. Die Anlage erzeugt zudem bis zu 192 MW Fernwärme: Diese wird entweder in das Fernwärmenetz der Stadt Kiel eingespeist oder in einem Heisswasserspeicher eingelagert, um später zur Verfügung zu stehen. Dadurch lassen sich Stromerzeugung und Wärmeeinspeisung zeitlich voneinander entkoppeln. Das flexible Kraftwerk kann nach Bedarf Energie produzieren und liefern. Verglichen mit dem Kohlekraftwerk, das durch die neue Anlage ersetzt wird, verringert sich der CO2-Ausstoss um über 70 Prozent.
 
Link zum Generalunternehmer Alpiq
 
Quelle: Alpiq

19. Oktober 2017

Energie erzeugen, statt Schweine füttern

Wärme-Kraft-Kopplung (WKK) führt zu einer hohen Energieeffizienz, was von verschiedensten Energieerzeugern zunehmend erkannt wird. Das belegte wieder einmal das WKK-Forum, das Ende Juni an der ETH-Zürich mit einem neuen Teilnehmerrekord stattfand. Ein Aspekt dabei war auch, dass die Primärenergie nicht unbedingt Erdgas sein muss.

Den ganzen Artikel lesen

Quelle: Aqua & Gas Nr. 10 / 2017

5. Oktober 2017

WKK-Anlagen erhalten Rückenwind

Am 28. September hat die Firma IWK zu einem Kunden- und Partner Event eingeladen. Ein bunt durchmischtes Publikum aus Kunden, Verbands- und Behörden Vertretern, Partnern, Aktionären und Vertretern von Hochschulen nahmen teil und lauschten den spannenden Fachreferaten zu. Themen wie die Energiestrategie 2050 und deren Bedeutung für die Bioenergie, Holzverstromung in der Praxis, einen Einblick in die Energiezukunft der WKK und die technischen Herausforderungen eines modernen Gasmotors waren Highlights des Nachmittags. Danach hatten die Gäste die Möglichkeit während des gemütlichen Apéro’s die Produkte und Dienstleistungen von IWK hautnah zu erleben. Mit über 90 Gästen, ist der Event auf ein grosses Interesse gestossen und war ausgebucht.

Das Fazit das wir nun aus den Fachreferaten mitnehmen ist, dass sich die WKK-Technologie im Aufwind befindet: Mit der Energiestrategie 2050 also Zusatz-Finanzierung der KEV, Ausstieg aus der Kernenergie und CO2 Teilbefreiung für Erdgas-WKK dürfen wir durchaus optimistisch in die Zukunft sehen.     

Wir gehen davon aus, dass BHKW-Anlagen mit ihren effizienten Technologien einen wesentlichen Stützpfeiler in der Umsetzung der Energiestrategie 2050 bilden werden, nicht zuletzt um in Zukunft die Netzstabilität und die Versorgungsicherheit in der Schweiz sicherzustellen. Genau diese Herausforderungen haben auch unsere Partner GE Jenbacher, 2G Energietechnik und Sokratherm angenommen und konzipieren schon heute hocheffiziente BHKW-Anlagen, die auch zur Produktion von Regelenergie geeignet sind.

Daniel Dillier (Präsident V3E Verband) sagt: "Diese WKK Brücken-Technologie wird nun auch politisch Salonfähig."

IWK Kundenevent Referat 1_Energiestrategie 2050

IWK Kundenevent Referat 2_Holzgas Nidwladen

IWK Kundenevent Referat 3_Energiezukunft mit WKK

IWK Kundenevent Referat 4_Gasmotoren im Umfeld der Energiewende

     

28. September 2017

Vor allem im Winter, wenn es schneit…

Wärmekraftkopplung (WKK) liefert vor allem dann Strom, wenn der Sonnenstrom schwächelt oder ausfällt, betonten alle Referenten am WKK-Forum der V3E (Verband Effiziente Energie Erzeugung) unter dem sperrigen Titel «WKK sichert und verbindet die Gas-, Strom- und Wärmeversorgung» an der ETH Zürich. Der Stellenwert der WKK wird von der Politik unterschätzt. WKK bietet sehr grosse Chancen.

Zum ganzen Artikel

Quelle: HK-Gebäudetechnik 8/17

 

4. September 2017

Roland Berger Focus - Wärmewende in Sicht

Während die erneuerbaren Energien schon längst den Strommarkt revolutioniert haben, hinkt der Wärmesektor bislang hinterher. Erstmals wird das Prinzip der Sektorenkopplung eingeführt – der Verknüpfung der Sektoren Strom, Wärme, Industrie und Verkehr.

Neue Wärmelösungen auf Basis innovativer Technologien unterstützen diese Konvergenz und machen den Wärmesektor durchlässiger, sodass die Trends aus dem Strommarkt auch hier zunehmend Wirkung zeigen.

Die Versorger brauchen jedoch eine Strategie. Diese Strategie muss vier Komponenten beinhalten: Identifikation des Gesamtoptimums, Steuerung der Sektorenkopplung, Investitionskooperationen und, nicht zuletzt, den rechtzeitigen Beginn der Optimierungsmassnahmen.

(ganzer Bericht herunterladen)

 Quelle: Roland Berger GmbH

3. August 2017

Der Kunde steht im Mittelpunkt

Die IWK durfte in 2016 einen zweiten GE Jenbacher Motor an ein modernes und erfolgreiches Reyclingunternehmen liefern, welches aus Grüngut, Rüstabfällen und Speiseresten Strom für rund 900 Haushalt produziert. Das BHKW des Typ JMS 312 hat eine elektrische Leistung von rund 526 kW. Durch den einwandfreien Betrieb hat der Motor nach sieben Monaten bereits rund 5'500 Betriebsstunden erreicht, dies zur grossen Freude aller Beteiligten. Die Biogasproduktion konnte durch Optimierungen ebenfalls leicht erhöht werden. Aktuell wird ein Motoren-Upgrade vollzogen zur Erhöhung der elektrischen Motorenleistung auf 550 kW. Mit diesem Upgrade kann das gesamte Biogas ökonomisch bestmöglich verwertet werden. Gemeinsam mit den Lieferanten versuchen wir auf die individuellen Kundenbedürfnisse einzugehen. Es freut uns, dass wir für den Kunden eine gute Lösung gefunden haben und bedanken uns für das langjährige Vertrauen!

Quelle: www.iwk.ch

      

3. August 2017

So verhindern Gasmotoren einen Blackout

Eigentlich sollte es ja eine Binsenweisheit sein: Ohne Strom geht auf dieser Welt besonders in den Industrienationen buchstäblich gar nichts. Da ist es manchmal schon schockierend, mit welcher Leichtfertigkeit und Blauäugigkeit Debatten über die Stromerzeugung der Zukunft geführt werden.

Solchen Zeitgenossen sei die Lektüre des überaus lesenswerten Buchs ‚Blackout‘ des Autors Marc Elsberg empfohlen: Hacker bringen die Stromnetze weltweit durch Sabotage zum Zusammenbruch und bereits nach wenigen Wochen herrschen Anarchie und Chaos. Elsberg hat in seinem Bestseller ein erschreckend plausibles Horror-Szenario entworfen und damit die Öffentlichkeit nachhaltig aufgeschreckt.

Mittlerweile wird fieberhaft daran gearbeitet, dass unsere Stromnetze vor Angriffen durch Hacker geschützt werden. Neben den Hackern hängt aber noch ein weiteres Damokles-Schwert über unserer Stromversorgung: Angesichts des Siegeszugs der regenerativen Energien werden die Stromnetze in vielen Ländern fragiler und empfindlicher. Der Grund dafür ist, dass die Energieträger Sonne und Wind vergleichsweise unberechenbar sind. Der Wind bläst unregelmäßig und die Sonne versteckt sich häufig hinter den Wolken. Was passiert dann?

(ganzer Artikel herunterladen)

Quelle: Produktion Nr. 25, 2017

14. Juli 2017

Kundenevent am 28.September 2017 in Seuzach

Wir freuen uns jetzt schon unsere Gäste am Kundenevent vom 28. September 2017, bei uns an der Aspstrasse 11 in 8472 Seuzach begrüssen zu dürfen. Die Besucher können spannende Referate erwarten und haben dazu die Möglichkeit sich auszutauschen bei einer zwanglosen Networking Atmosphäre. Für Getränke und einen Imbiss ist selbstverständlich ebenfalls gesorgt. Das Programm gestaltet sich folgendermassen:

 ab 14:30 Eintreffen
15:00 bis 15:10 Begrüssung
15:10 bis 15:30 

Stefan Schaffner (Geschäftsführer IWK)
IWK Up-Date (Pojekte, Produkte, Organisation)
15:30 bis 16:00

Matthieu Buchs (Spécialiste Energies renouvelables BFE)
Ja zur Energiestrategie 2050; Wie weiter mit Biomasse   
16:00 bis 16:30

Urs Gut (Genossenrat Stans)
Holzverstromung Stans
16:00 bis 16:15 Kurze Pause

16:15 bis 16:45

Daniel Dillier (Präsident V3E)
Ein Blick in die Energiezukunft mit BHKWs

16:45 bis 17:15

Martin Schneider (Product Manager GE Jenbacher)
Neuerungen der Jenbacher Produkte
17:15 bis 17:30 Schlusswort
ab 17:30 Apéro Riche und Networking


Die Gäste werden ausserdem im Rahmen eines Erlebnis-Pavillons unter anderem BHKW‘s von GE Jenbacher, 2G Energietechnik und Sokratherm hautnah erleben. BHKW Features wie Aktivkohle, Blow-By Filter, Zündungsupgrades, oder die My-Plant Application von GE Jenbacher werden zudem präsentiert.

Wir freuen uns auf Sie!

P.S: Le traduction simultanée pour nos clients de la Romandie est organisée!     

Quelle : IWK intern

 

5. Juli 2017

Review WKK-Forum 2017

« WKK SICHERT UND VERBINDET DIE GAS-, STROM- UND WÄRMEVERSORGUNG»

Das vom V3E zum dritten Mal in Zusammenarbeit mit der ETH in Zürich im Format einer Nachmittagsveranstaltung organisierte WKK-Forum stiess mit über 130 Anmeldungen auf sehr grosses Interesse. In den sechs Referaten konnte aufgezeigt werden, welche wichtige Rolle der Wärme-Kraft-Kopplung (WKK) für den Umbau der Schweizer Wärme- und Stromversorgung in Richtung erneuerbare Energie zukommt. Die gemeinsame Erzeugung von Wärme und Strom mittels WKK ist eine wertvolle Stütze um den Eigenversorgungsgrad und die Versorgungssicherheit trotz Ausstieg aus der Atomenergie zu garantieren. Dazu braucht es geeignete Konzepte, wie diese in den Referaten von Gil Georges und Christian Schürch von der ETH gezeigt wurden. Es braucht aber auch Unternehmer wie Walter Humbel, welche die Chancen anpacken und aus der Not eine Tugend machen und biogene Abfälle in wertvolle Energie umwandeln. Geeignete Technologien gibt es in vielfältiger Ausprägung. Dazu gehören Verbrennungsmotoren, die hochflexibel eingesetzt werden können und einen elektrischen Wirkungsgrad von über 50 % erreichen. Oder wie mit diversen Postern gezeigt wurde auch Systeme zur Verstromung von Holz von wenigen Kilowatt bis in den Multi-Megawatt-Bereich. Interessant bleiben zudem Brennstoffzellen, die bei 1.5 kW einen Wirkungsgrad von 60 % demonstrieren. Spannend war überdies das Referat von Jörg Huwyler. Der Axpo-Divisionsleiter zeigte auf wie marktorientiert und rentabel der Bereich Kompogas im Vergleich zur Wasserkraft operiert und damit durchaus eine wichtige Position im Portefeuille der Axpo einnimmt. Wie der Präsident des V3E Daniel Dillier betonte, packt der V3E die Chancen und hat eine neue Strategie entwickelt. Für die Umsetzung wird er zahlreiche Projekte lancieren. Damit sollen die Interessen seiner Mitglieder aktiv unterstützt werden.

Bilder vom WKK-Forum 2017


Präsentation
0 V3E-Einladung-Forum-2017 
1 Begrüssung und V3E Strategie-Dillier-V3E 
2 WKK im Energiesystem der Zukunft-Georges-ETHZ 
3 Foodwaste-Humbel-RecyclingAG 
4 50% elektr Wirkungsgrad-Trapp-GE_Jenbacher 
5 Mikro-WKK Stabilisierung Stromversorgung-Schürch-ETHZ
6 Wasserkraftund Kompogas-Huwyler-Axpo

Poster
1 Stirling Schmid 
2 BlueGEN FuelCell SOLIDpower 
3 MicroXyloCogen HEIG 
4 Wood-Chip Micro-GT FHNW 
5 Gasmotor Liebherr 
6 Power-to-Gas HSR 
7 Biogene WKK-Schwärme Winterstrom LAV ETHZ