Aktuelles

6. Juli 2021

Stromeinbindung stellt Schweiz vor ernste Probleme

Brüssel fällt die politisch delikate Aufgabe zu, nach dem Verhandlungsabbruch für bilaterale Verträge die Regeln für die Sicherstellung des Netzbetriebs mit dem Land zu definieren.


Die Verhandlungen über das Stromabkommen sind das Drama im Drama der qualvollen Geschichte der Schweiz mit der Europäischen Union: Seit Mitte der 1990er Jahre schleppen sich Gespräche und Verhandlungsrunden über einen Elektrizitätsvertrag hin ohne Aussicht auf eine Übereinkunft. Aktuell ist die Schweiz aus nahezu allen politischen Gremien des Energiebinnenmarktes sowie – als Staat – von der Teilnahme ausgeschlossen. Bis sie den EU-Akteuren Gegenrecht in ihrem Land gewährt, statt sich weiter abzuschotten, wie es in Brüssel heißt. Pendent ist die Frage, ob sie aktuell Mitglied im europäischen Stromverband Entso-E bleiben kann.

Verbundnetz wackelt ohne bilaterale Übereinkunft

Nachdem sich die Schweizer am 26. Mai aus den laufenden zweistaatlichen Verhandlungen genommen hat, liegt nun der politisch delikate Ball bei Brüssel und den 27 Mitgliedsstaaten. Es muss geklärt werden, welche unbedingt notwendigen technischen Fragen für einen sicheren Betrieb des Verbundnetzes, in das die Schweiz wie kein zweites Land eingebunden ist, mindestens gelten sollen – und müssen. Ansonsten droht sich wegen fehlender internationaler Koordination ein Blackout wie im September 2003 in Italien zu wiederholen, als die Schweizer und die europäischen Netzpartner zu lange benötigten, sich zu verständigen. Sekunden später tauchte fast ganz Italien ausgerechnet in der „Weißen Nacht“, in die stromlose Dunkelheit eines Blackouts.

Avenir Suisse, ein wirtschaftsliberales Institut, machte in einem Kommentar zum unilateralen Verhandlungsabbruch, der viele EU-Politiker seiner Stillosigkeit wegen vor den Kopf gestoßen hat, auf diese Besonderheit aufmerksam: Normalerweise bedeute ein vertragsloses Handeln Autonomie in der Politik; im Stromgeschäft aber verhält es sich genau genommen umgekehrt. Es bedeutet den Verlust über die Kontrolle des eigenen Netzes, weil es dazu zwingend Abmachungen benötigt.

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Quelle: E&M / MARC GUSEWSKI / 1. Juni 2021

6. Juli 2021

Wir müssen mehr Strom importieren

Rahmenabkommen-Aus Die Strombranche warnt vor Versorgungsproblemen ab 2025. Wie akut das Problem wirklich ist, sagt Michael Frank, Direktor des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen.

Die Strombranche ist in Aufruhr. Bis zuletzt hat sie darauf gehofft, dass ein Rahmenabkommen mit der EU zustande kommt und der Weg frei wird für ein Stromabkommen. Nach dem Abbruch der Verhandlungen ist diese Hoffnung in weite Ferne gerückt. Branchenriese BKW und andere Akteure der Branche warnten davor, dass nun die Versorgungssicherheit gefährdet ist. Dazu haben wir mit Michael Frank, dem Direktor des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE), gesprochen.

Herr Frank, die Strombranche warnt vor Konsequenzen nach dem Rahmenabkommen-Aus. Kommt es schon bald zu Stromausfällen?

Nein. Kurzfristig haben wir keine Probleme. Aber die Schwierigkeiten nehmen definitiv zu. Ab 2025 müssen europäische Länder 70 Prozent ihrer Kapazität an der Grenze für den Handel zur Verfügung stellen. Damit sinkt die Kapazität für Importe. Und auf die lange Sicht müssen wir mehr Strom importieren, weil etwa die AKW abgeschaltet werden, wir gleichzeitig mehr Strom verbrauchen für die Elektrifizierung und der Ausbau der Erneuerbaren in der Schweiznur schleppend vorankommt. Zudem werden ungeplante Stromflüsse in die Schweiz zunehmend schwieriger zu kontrollieren, was die Systemstabilität gefährdet.

Die EU nimmt doch nicht Blackouts in Kauf, nur um Macht zu demonstrieren, und gefährdet die Stromsicherheit in den umliegenden Ländern.

Vorsätzlich will wohl niemand die Stromversorgung gefährden. Aber die EU nimmt zumindest Probleme in Kauf, womit letztlich eine Lose-lose-Situation entstehen kann. Die Schweiz hat zudem einen Vorteil: Der Strom in Richtung Italien fliesst vor allem durch die Schweiz. Gefährdet die EU also den Stromfluss in der Schweiz, gefährdet sie Italien. Die Stromwirtschaft sieht vor allem ein Problem, weil sie jetzt schon weniger mit Strom handeln kann, also wirtschaftlich weniger vom ständigen Auf- und Ab an den Strombörsen profitiert. Es geht darum, das Stromsystem der Schweiz zu stabilisieren und die Versorgungssicherheit nicht unnötig zu gefährden.

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Quelle: Tagesanzeiger / Philipp Felber-Eisele / 29.5.2021

10. Juni 2021

Stromversorgungssicherheit ?

Haben wir in der Zukunft eine genügende Stromversorgungsicherheit im Winter ? Diese Frage liest man heute in einigen Zeitungen. Es ist  jedoch seit längerem bekannt, dass im Winterhalbjahr der Strombedarf höher ist als unsere Produktion in der Schweiz. Die Nachfrage nach Strom wird steigen. Zum Beispiel werden im Wohnungsbau vermehrt Wärmepumpen eingesetzt, zudem verzeichnet die Elektromobiliät ein starkes Wachstum. Das ist gut für die Umwelt, aber es braucht deutlich mehr Storm, und dies vor allem im Winter. Die steigende Nachfrage und die Stromimport-Abhängigkeit vom Ausland wird uns zwingen zu handeln.

Die WKK (Wärme-Kraft-Kopplung) eignet sich hervorragend für jederzeit verfügbare und sehr effiziente Strom- und Wärmerzeugung mit Biogas, Klärgas, Holzgas, Wasserstoff, synthetischem Methan und Erdgas. BHKW-Gasmotoren haben den Vorteil, dass  sie modular eingesetzt und einfach mit vorhandenen Wärmesystemen kombiniert werden können. Die dezentrale Energielösung am Ort des Verbrauchs ermöglicht die Versorgungssicherheit von morgen. Zum Bespiel mit BHKW–Gasmotoren vom Typ Jenbacher 920 mit 10 MW elektrischer und thermischer Leistung und einem sehr hohen Gesamtwirkungsgrad von 94 %!

Quelle: www.iwk.ch

17. Mai 2021

Neue Biogasanlage mit BHKW am Entstehen

In der Westschweiz, zwischen Chasseral und dem Bielersee, entsteht eine neue, moderne Biogasanlage. Die IWK durfte dabei das Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einen Jenbacher Typ 312 mit 548 kW elektrischer und 558 kW thermischer Leistung sowie die Peripherie und die komplette Gasaufbereitung liefern. Das BHKW wird in einer Schalldämmhaube im Technikgebäude eingebaut. Die Bauarbeiten sind noch in vollem Gang. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Ende 2021 vorgesehen. Die elektrische Energie wird ins Netz eingespiesen. Die Abwärme des BHKW wird für die Prozesswärme genutzt. Zusätzlich ist ein Anschluss an das Fernwärmenetz geplant. Wir danken dem Kunden für das Vertrauen in die IWK und wünschen bei der weiteren Realisierung des Projektes viel Erfolg!

  

 

Quelle: www.iwk.ch

10. Mai 2021

Die Schweiz hat zu wenig Strom für E-Autos

Was geschieht, wenn in ein paar Jahren fast alle Autos mit Strom fahren? Eine Studie rechnet vor, wie viel Strom die Schweiz zusätzlich benötigen dürfte, um die Batterien der E-Autos der Zukunft aufzuladen. Die von der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES) herausgegebene Untersuchung zeigt: Fahren in naher Zukunft alle Autos in der Schweiz mit einem batteriebetriebenen Elektromotor, nimmt der Stromverbrauch massiv zu: Je nach Szenario um 16 bis 33 Prozent.

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Quelle: www.tagesanzeiger.ch

26. April 2021

Grüner Asphalt?

ORF zeigt in einer sehr spannenden TV-Dokumentation «Visionäres Energie-Management». Unter anderem sehen Sie in diesem Beitrag wie aus Holz hochwertiger Strom und Wärme sowie aus Biokohle «grüner Asphalt» entsteht. Damit hat man die Möglichkeit in den Straßen CO2 zu verbauen.

Zur TV-Dokumentation

Aus regionalem Restholz wird mit der Holzvergasungstechnologie der österreichischen Firma SYNCRAFT® Strom, Wärme und Biokohle erzeugt. Das Herzstück dieser hocheffizienten Kraftwerkseinheit bildet die selbst entwickelte Schwebefestbett-Technologie. Während bei klassischen Festbettreaktoren die Schwerkraft als auch die Gasströmung nach unten wirken und somit eine zunehmende Verdichtung des Reaktorinhalts verursachen, wirken beim Schwebefestbettreaktor diese beiden Kräfte entgegengesetzt. Diese Holz-Kraftwerkstechnologie mit Wärme-Kraft-Kopplung (WKK) zeigt eindrücklich auf, was heute möglich wäre  – lokale, flexible, hocheffiziente und CO2-negative Energiegewinnung mit einer hohen Wertschöpfung. Die IWK ist der Schweizer Vertreter von SYNCRAFT®.

Quelle: www.orf.at

16. April 2021

Neuer SCR-Katalysator und Abgaswärmetauscher

Im unterirdischem Mauerwerk der Stadt Bern wird mit einem 1 MW Jenbacher Blockheizkraftwerk (BHKW) Strom und Wärme produziert. Der Strom wird ins Netz eingespeist und die Wärme wird in Mehrfamilienhäusern, Hotels, Restaurants, Schulen und weiteren Einrichtungen genutzt. Grosse Wärmespeicher nehmen die Abwärme des BHKW auf und anschliessend erfolgt eine bedarfsgerechte Zuführung der Wärme in die Gebäude.

Im Herbst 2020 wurde, aufgrund von verschärften Abgasvorschriften, das BHKW mit einem SCR-Katalysator nachgerüstet und ein neuer Abgaswärmetauscher eingebaut. Eine Herausforderung bestand darin, den SCR-Katalysator in die bestehende Infrastruktur einzubauen und dies bei äusserst knappen Platzverhältnissen. Die SCR-Steuerung musste mit der bestehenden BHKW-Steuerung kommunizieren können. Ebenfalls wurde ein 2000 Liter AdBlue (Harnstoff) Tank mit Auffangwanne eingebracht und mit dem BHKW verbunden. Der Füllstand kann heute via Fernüberwachung abgefragt werden. Die tiefen Abgaswerte wurden von offizieller Seite erfolgreich gemessen und bestätigt. Das BHKW läuft jetzt nach dem neuesten „Stand der Technik“ und leistet einen sicheren, wertvollen und sauberen Beitrag für die Strom- und Wärmeversorgung in einem Stadtteil von Bern.

  

  

Quelle: www.iwk.ch

9. April 2021

Gasmotoren unterstützen Netzstabilität

Anfangs Januar 2021 kam es plötzlich zu einem starken Frequenzabfall im europäischen Stromnetz. Ein drohender Blackout konnte jedoch durch sofortiges Eingreifen der europäischen Netzbetreiber abgewendet werden. Innerhalb weniger Minuten wurde wieder eine stabile Frequenz erreicht. Mit dazu beigetragen haben rund 4`000 flexible, schnell start- und regelbare Jenbacher Gasmotoren mit insgesamt knapp 6‘000 MW elektrischer Leistung.

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Quelle: E&M special vom 1. April 2021

17. März 2021

Ein Holzheizkraftwerk für Frauenfeld

Das Holzheizkraftwerk, realisiert von Energie 360° und Schweizer Zucker, wird Strom für rund 8000 Haushalte sowie Wärme für die Zuckerfabrik und den Verbund «Wärme Frauenfeld West» liefern. Die IWK liefert dazu die 4 x 1 MW Jenbacher BHKW-Gasmotoren.

Gemeinsam realisieren die Schweizer Zucker AG (SZU) und die Zürcher Energie- und Mobilitätsdienstleisterin Energie 360° in Frauenfeld ein Holzheizkraftwerk. Sie gründen dazu das Unternehmen Bioenergie Frauenfeld AG, das Strom, Wärme und Biokohle produziert. Der klimafreundliche Strom wird ins Netz eingespeist, Abnehmerinnen der Wärme werden die Zuckerfabrik und die Stadt Frauenfeld. Letztere nutzt die Wärme im bestehenden Verbund «Wärme Frauenfeld West», dessen Erweiterung sie in den nächsten Jahren prüft. Romeo Deplazes, Bereichsleiter Lösungen bei Energie 360°, betont die Vorteile des Projekts: «Das Holzheizkraftwerk ist ein perfektes Beispiel dafür, wie erneuerbare Energie dezentral hergestellt und genutzt wird. Es ist die Art von Projekt, die es für die Energiewende braucht. Darüber hinaus nutzt Bioenergie Frauenfeld den Rohstoff Holz äusserst effizient, weil sie neben Strom und Wärme auch wertvolle Biokohle herstellt.» Die moderne Anlage – eine der grössten ihrer Art in Europa – entsteht vis-à-vis der Zuckerfabrik an der Oberwiesenstrasse.

Ungenutztes Holz wird klimapositiv
Energieträger für das Kraftwerk ist Holz aus der Region. Holz, das sonst oft ungenutzt bleibt: Schnittholz aus der Wald- und Landschaftspflege, Sturmholz oder von Schädlingen befallenes Holz. Im Kraftwerk wird das Holz zunächst getrocknet. Anschliessend entsteht in einem thermochemischen Prozess bei 850 °C ein gasförmiger Brennstoff, das Holzgas. Die IWK Integrierte Wärme und Kraft AG liefert und installiert vier Gasmotoren des Typs Jenbacher JMS 420 mit je 1000 kW elektrischer Leistung und je 600 kW thermischer Leistung. Die vier Gasmotoren-BHKW`s produzieren aus dem Holzgas erneuerbaren Strom und Wärme. Dieser Strom reicht aus, um den jährlichen Bedarf von rund 8000 Haushalten zu decken. Bei der Stromproduktion entsteht auch die Wärme, welche die Zuckerfabrik und das Fernwärmenetz der Stadt Frauenfeld nutzen können. Aus dem Prozess wird zudem die Biokohle ausgeschleust. Diese besteht zu etwa 90% aus Kohlenstoff. Denn die Verarbeitung des Holzes geschieht weitgehend unter Sauerstoffausschluss, weshalb keine Verbrennung stattfindet. Das im Holz gespeicherte CO2 wird somit nicht freigesetzt und so der Atmosphäre dauerhaft entzogen. Anstelle von Asche fällt Biokohle an. Diese findet in der Landwirtschaft zur Verbesserung des Bodens, als Futterzusatz oder als Aktivkohle in der Wasseraufbereitung Verwendung. Das Holzheizkraftwerk ist also klimapositiv. Projektleiter Stefan Ellenbroek fasst zusammen: «Das Holzheizkraftwerk produziert klimafreundlichen Strom und Wärme. Zusätzlich binden wir dank der Biokohle 9000 Tonnen CO2 pro Jahr. Und das alles mit Holz, das sonst weitgehend ungenutzt geblieben wäre.»

Inbetriebnahme im Juni 2022

Mit den ersten Bauarbeiten haben die Unternehmen bereits gestartet. Abgeschlossen wird das Projekt im Juni 2022 – dann soll der erste Strom ins Netz fliessen und die Wärme in der Zuckerfabrik genutzt werden. Guido Stäger, CEO der Schweizer Zucker: «Unser Unternehmen will einerseits diversifizieren, andererseits gestalten wir unsere Produktionsprozesse nachhaltiger. Ab 2022 trägt das Holzheizkraftwerk zu beiden Zielen bei.» Das Kraftwerk, dessen Herzstück moderne Schwebefestbettreaktoren sind, wird inklusive der vier Gasmotoren ab Juni 2021 von der Tiroler Firma Syncraft geliefert und eingebaut. Die Holzheizkraftwerke von Syncraft gehören mit einem Brennstoffnutzungsgrad von bis zu 92% zu den effizientesten der Branche.

Hier geht es direkt zu bioenergie-frauenfeld.ch

Quelle: Gebäudetechnik / Newsletter vom 4. März 2021

10. März 2021

Lieferung und Einbringung Jenbacher BHKW`s

Die Arbeiten an der neuen Fernwärmezentrale der Stadtwerke St. Gallen kommen gut voran. Der Rohbau des Gebäude konnte im Herbst 2020 fertiggestellt werden. Die letzten Monate wurde die Energietechnik eingebracht. Neben den zwei Erdöltanks und den zwei Heizkesseln wurde ein Energiespeicher mit einem Fassungsvermögen von 250'000 Liter aufgestellt. Kürzlich erfolgte auch die Lieferung und Einbringung der zwei grossen BHKW`s. Es handelt sich dabei um zwei Jenbacher BHKW`s des Typ JMS 612 mit jeweils 2004 kW elektrischer Leistung und einem elektrischen Wirkungsgrad von 43.8%. Die thermische Leistung pro BHKW ist 2157 kW mit einem thermischen Wirkungsgrad von 47.1 %. Die beiden hocheffizienten BHKW`s speisen ab der Heizsaison 2021/2022 den Strom ins Stromnetz und die Wärme ins Fernwärmenetz der Stadt St. Gallen ein.

  

  

Quelle: www.iwk.ch
Bilder: St. Galler Stadtwerke

 

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