In 5 Minuten von 0 auf 190 Megawatt

Als Generalunternehmerin plant und errichtet die Alpiq Tochtergesellschaft Kraftanlagen München in modularer Bauweise eine Wärme-Kraft-Kopplung`s (WKK) Anlage mit 20 GE Jenbacher Modulen des Typ JMS 920 mit je 9.5 MW elektrischer Leistung. Das europaweit einzigartige Projekt setzt Massstäbe in Sachen Flexibilität, Effizienz und ökologischer Nachhaltigkeit. Der Standort an der Ostsee erfordert extrem flexible Technik: Wegen des hohen Anteils an Windstrom im regionalen Netz müssen Kraftwerke zukünftig in der Lage sein, innerhalb kürzester Zeit Schwankungen im Netz auszugleichen.
 
Das Kraftwerk an der Kieler Förde kann in nur fünf Minuten von 0 auf 190 Megawatt hochgefahren werden. Möglich machen das 20 Gasmotoren, die individuell regelbar sind. Die Anlage erzeugt zudem bis zu 192 MW Fernwärme: Diese wird entweder in das Fernwärmenetz der Stadt Kiel eingespeist oder in einem Heisswasserspeicher eingelagert, um später zur Verfügung zu stehen. Dadurch lassen sich Stromerzeugung und Wärmeeinspeisung zeitlich voneinander entkoppeln. Das flexible Kraftwerk kann nach Bedarf Energie produzieren und liefern. Verglichen mit dem Kohlekraftwerk, das durch die neue Anlage ersetzt wird, verringert sich der CO2-Ausstoss um über 70 Prozent.
 
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Quelle: Alpiq