Vermessung eines Holzgasmotors

Die Anforderungen an einen Holzgasmotor sind komplex und stellen eine grosse technische Herausforderung dar. Anders als bei normalen Gasmotoren mit hohem Methananteil wie z.B. bei Erdgas, Biogas oder Klärgas dient bei Holzgas, vor allem der Wasserstoff als Brennstoff. Die Entzündung des Luft- und Gasgemisches erfolgt dabei explosionsartiger, d.h. die Verbrennung im Brennraum ist weniger gut zu kontrollieren als bei methanhaltigem Gas.
 
Wasserstoff begünstigt das Klopfen im Zylinder, was einen Einfluss auf die Lebensdauer und die Leistung des Motors haben kann. Es ist daher wichtig den richtigen Zündzeitpunkt zu finden. Zudem ist dieser ausschlaggebend für eine saubere Verbrennung bei grösstmöglichem elektrischen Wirkungsgrad. Mit verschiedenen Sensoren im Bereich des Zylinderkopfes und einer leistungsfähigen digitalen Steuerung für das Zündsystem, wird in Millisekunden der richtige Zündzeitpunkt kontinuierlich angepasst. Durch das grosse technische Fachwissen von Jenbacher und der 2G Energietechnik ist es möglich, unsere Holzgasmotoren wirtschaftlich und mit hohem Wirkungsgrad zu betreiben.
 
Die Bilder zeigen die Einbringung des Jenbacher Holzgasmotors sowie die aufwendige Datensammlung bei einer Holzgasanlage in der Schweiz. Mittels Sensoren, Kabeln, Steuergeräten und Computern wird die grösstmögliche Leistung bei bestem Wirkungsgrad bestimmt. Mit der Vermessung und den optimierten Einstellungen erreichen unsere Holzgasanlagen einen ökologisch und ökonomisch optimalen Betrieb bei hoher Verfügbarkeit.
 
 
 
Quelle: IWK intern