Wissenswertes

26. Juni 2022

WKK-Statistik

 
Wieviel trägt WKK bereits zur Versorgungssicherheit bei ?
Im Jahr 2020 wurden in der Schweiz rund 70 TWh Strom erzeugt. Davon hat die WKK mit ihren 921 Anlagen und einer installierten elektrischen Leistung von 536 MW rund 2 TWh Strom (2.7%) produziert. WKK-Anlagen haben im Ausland bereits einen festen Platz in der Energieversorgung so beispielsweise in Deutschland (15% der Stromerzeugung) im Windenergieland Dänemark (36%), und in Holland (27%). In den Energieperspektiven 2050+ wird von einem minimalen WKK-Strompotential von 5 TWh ausgegangen. Der schweizerische Fachverband POWERLOOP geht von einem realisierbaren jährlichen WKK-Strompotential bis 10 TWh Strom aus, der grossmehrheitlich in den Wintermonaten bereitgestellt werden kann.
 
Wie hoch ist der erneuerbare Anteil ?
Der erneuerbare Anteil an der WKK-Stromproduktion im Jahr 2020 lag bei 53%, und wächst weiter. Der Anteil erneuerbarer Energieträger setzt sich mit 21% aus den verschiedenen Biogasen zusammen wie Klärgas, Deponiegas und Biogas aus Vergärungsanlagen in Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie. Holz als erneuerbarer Energieträger macht 22% aus. Kehricht trägt 10% zum erneuerbaren Anteil bei. In Zukunft wird Wasserstoff eine zentrale Rolle einnehmen, produziert mit Power-to-Gas Anlagen auf Basis erneuerbaren Überschussstroms im Sommer.

Fakten Wärme-Kraft-Kopplung (WKK)

WKK ist bedarfsgerecht, effizient, komplementär und reduziert die globale Klimabelastung weil: 

  • effiziente Primärenergienutzung durch Wärme- und Stromerzeugung am Ort des Bedarfs mit einem Wirkungsgrad von 90%.
  • dezentrale Energieerzeugung mit hoher Versorgungssicherheit und wesentlichem Beitrag zur Stabilität des lokalen Verteilnetzes.
  • Abdeckung des erhöhten Wärme- und Strombedarfs im Winterhalbjahr mit gleichzeitiger Verbesserung der globalen CO2 Bilanz.
  • beste Harmonisierung mit dem Ausbau von wetterabhängigem Solar- und Windstrom.
  • kombinierte Nutzung von erneuerbaren Energien wie Biogas, Klärgas und Holzgas. 
  • ist für die Umsetzung der Energiestrategie 2050 des Bundes ein unverzichtbarer Bestandteil.

 

Definition der Begriffe WKK, BHKW und GUD

WKK:
Unter Wärme-Kraft-Kopplung (WKK) versteht man grundsätzlich thermische Kraftwerks-Anlagen mit gekoppelter, also gleichzeitiger Erzeugung von Strom und Wärme. Zu den WKK-Anlagen gehören u.a. Blockheizkraftwerke (BHKW), Gasmotoren, Gasturbinen und Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GUD). Im kleinen Leistungsbereich sind dies auch Microgasturbinen, Brennstoffzellen und Stirling-Motoren. Gemäss BFE ist die Voraussetzung für die Bezeichnung WKK-Anlage, dass insgesamt 60% der eingesetzten Primärenergie in Strom und Wärme und davon mindestens 5 % in Strom umgewandelt wird. 

BHKW:
Mit Blockheizkraftwerk (BHKW) wird eine WKK-Anlage bezeichnet, die «als Block fertig montiert» geliefert und betrieben wird. Im Grundprinzip sind dies – ein Motor oder eine Gasturbine und ein Generator. Das Bundesamt für Energie (BFE) definiert in ihrer jährlichen WKK-Statistik aus erhebungstechnischen Gründen als BHKW eine Motor-Generator-Anlage bis zu 10 MWel.

GUD:
Ein Gas-und-Dampfturbinenkraftwerk (GUD) ist ein Kraftwerk, in dem die Abwärme einer Gasturbine in einer Dampfturbine genutzt wird. Die Abgase der Gasturbine dienen dabei als Wärmequelle für einen nachgeschalteten Abhitzekessel, der wiederum als Dampferzeuger für die Dampfturbine wirkt. Bei der Gasturbine und der Dampfturbine ist jeweils ein Generator angekoppelt.

 

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