Wissenswertes

Fakten Wärme-Kraft-Kopplung (WKK)

WKK ist bedarfsgerecht, effizient, komplementär und reduziert die globale Klimabelastung weil: 

  • effiziente Primärenergienutzung durch Wärme- und Stromerzeugung am Ort des Bedarfs mit einem Wirkungsgrad von 90%.
  • dezentrale Energieerzeugung mit hoher Versorgungssicherheit und wesentlichem Beitrag zur Stabilität des lokalen Verteilnetzes.
  • Abdeckung des erhöhten Wärme- und Strombedarfs im Winterhalbjahr mit gleichzeitiger Verbesserung der globalen CO2 Bilanz.
  • beste Harmonisierung mit dem Ausbau von wetterabhängigem Solar- und Windstrom.
  • kombinierte Nutzung von erneuerbaren Energien wie Biogas, Klärgas und Holzgas. 
  • ist für die Umsetzung der Energiestrategie 2050 des Bundes ein unverzichtbarer Bestandteil.

 

Definition der Begriffe WKK, BHKW und GUD

WKK:
Unter Wärme-Kraft-Kopplung (WKK) versteht man grundsätzlich thermische Kraftwerks-Anlagen mit gekoppelter, also gleichzeitiger Erzeugung von Strom und Wärme. Zu den WKK-Anlagen gehören u.a. Blockheizkraftwerke (BHKW), Gasmotoren, Gasturbinen und Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GUD). Im kleinen Leistungsbereich sind dies auch Microgasturbinen, Brennstoffzellen und Stirling-Motoren. Gemäss BFE ist die Voraussetzung für die Bezeichnung WKK-Anlage, dass insgesamt 60% der eingesetzten Primärenergie in Strom und Wärme und davon mindestens 5 % in Strom umgewandelt wird. 

BHKW:
Mit Blockheizkraftwerk (BHKW) wird eine WKK-Anlage bezeichnet, die «als Block fertig montiert» geliefert und betrieben wird. Im Grundprinzip sind dies – ein Motor oder eine Gasturbine und ein Generator. Das Bundesamt für Energie (BFE) definiert in ihrer jährlichen WKK-Statistik aus erhebungstechnischen Gründen als BHKW eine Motor-Generator-Anlage bis zu 10 MWel.

Gemäss aktuelle Statistik waren per Ende 2018 in der Schweiz 1180 Klein-WKK-Aggregate (d.h.BHKW`s < 10 MWel.) in Betrieb. Rund 50% dieser Klein-WKK-Aggregate nutzen erneuerbare Energie als Primärenergieträger.

GUD:
Ein Gas-und-Dampfturbinenkraftwerk (GUD) ist ein Kraftwerk, in dem die Abwärme einer Gasturbine in einer Dampfturbine genutzt wird. Die Abgase der Gasturbine dienen dabei als Wärmequelle für einen nachgeschalteten Abhitzekessel, der wiederum als Dampferzeuger für die Dampfturbine wirkt. Bei der Gasturbine und der Dampfturbine ist jeweils ein Generator angekoppelt.

 

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